Juana González

"Ich möchte, dass meine Arbeit nicht viel erklärende Unterstützung braucht, um zu funktionieren.

Für mich ist ein Kunstwerk eine autonome Einheit, die Emotionen, Informationen, Wissen usw. übermittelt oder kommuniziert. Ich bin nicht gegen einen a posteriori hinzugefügten Diskurs, aber das künstlerische Objekt muss in einer ersten Begegnung mit dem Betrachter von selbst funktionieren. Dies ist meiner Meinung nach eine der großen Anstrengungen und Schwierigkeiten, die die Schöpfung mit sich bringt.  

Ich glaube nicht, dass alle Kunst verstanden werden sollte. Meine Position vor ihr, sowohl in der Schöpfung als auch in der Kontemplation, beinhaltet keine geistigen Haltungen, die das Dokumentarische, das Informative, das Logische oder das Nachforschen suchen. Was mich gerade interessiert, ist das, was nicht in seiner Gesamtheit erklärt oder verstanden werden kann oder muss. Das ist für mich sehr reizvoll, weil es Neugierde und Fragen ohne klare Antworten bei denen erzeugt, die darüber nachdenken, und sie nicht von einem Reflexionsprozess ausschließt. 

Ich versuche immer, das Geheimnis zu wahren und Zustände der Verwirrung und Unsicherheit zu schaffen. Diese Empfindungen sind für mich sehr real, denn das Leben versetzt einen ständig in einen Zustand der Unsicherheit. Und natürlich lässt mich meine Vorliebe für das Dunkle, Groteske und Harte in diesen Zuständen der Verwirrung und Unsicherheit, die ich zu schaffen versuche, eine gewisse Freude finden. 

Meine Bilder sind in einer etwas barocken Komposition inszeniert. Szenarien, in denen die Figuren in eine Geschichte verwickelt sind. Es gibt eine Erzählung, aber sie ist unvollständig. Es sind Fragmente einer Geschichte, bei der ich nicht genau weiß, was passiert, und ich will es auch nicht wissen. Ich möchte in diesem Zustand der Verwirrung und Benommenheit bleiben, der durch die Betrachtung einer mysteriösen Szene hervorgerufen werden kann. Sie sind auch kein absoluter Unsinn. Das interessiert mich nicht. Ich bin der Meinung, dass es genügend Elemente gibt, um mögliche Erzählungen zu konstruieren, je nachdem, wie man es betrachtet. Auf diese Weise tritt der Zuschauer in das Spiel ein und versucht, die Bedeutung zu lesen, zu verstehen oder zu entdecken".  

 Juana González

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Mehr Infos hier

Ich stimme zu