Lídia Masllorens: Dies ist auch kein Porträt

Am 28. Mai wurde die neue Ausstellung Dies ist auch kein Porträt der renommierten Künstlerin Lídia Masllorens (*1967, Girona) eröffnet. Es ist bereits die zweite Ausstellung der Katalanin in der Galerie nach dem großen Erfolg von Dies ist kein Porträt im Jahr 2019. Nun wartet die Künstlerin mit neuen beeindruckenden Bildern ihrer gleichsam wunderschönen und rätselhaften Gesichter auf, die bis zum 06. August 2021 in der Galerie präsentiert werden.  

Masllorens ist bekannt für ihre Vorliebe für großformatige Bilder, ihre Faszination für Gesichter und ihre einmalige und expressive Handschrift, die den Wiedererkennungswert ihrer Arbeiten bestimmt. Die riesigen Porträts, die dennoch keine realen Personen darstellen, ziehen den Betrachter zum einen aufgrund ihrer physischen Dimensionen in ihren Bann, zum anderen, weil sie sich weitgehend auf den rätselhaften Blick der fiktiven Subjekte konzentrieren. Dargestellt sind meist weibliche, archetypische und dennoch individuelle Gesichter, die der Fantasie der Künstlerin entspringen und in einer besonderen Arbeitsweise auf Papier zum Leben erweckt werden. Um die Farbe großzügig und dynamisch auf dem Bild zu verteilen benutzt sie neben Pinseln in verschiedenen Größen auch andere Utensilien sowie vorwiegend ihre eigenen Hände. So eliminiert sie jegliche Distanz zwischen sich und dem Material, und kreiert besonders ausdrucksstarke Effekte. Es ist diese spannende Symbiose von Präzision und Wildheit der Strichführung, die eine spontane und unmittelbare Wirkung erzielt. Dabei konzentriert sich die Künstlerin auf wenige expressive Details wie lose Haarsträhnen, die Konturen der Lippen oder ein Blitzen in den Augen, die das harmonische Gesamtbild bestimmen und den Fokus auf das Wesentliche, nämlich den menschlichen Ausdruck, lenken. 

Durch bewusste Reduktion der Farbigkeit und ihre gestische und kraftvolle Malweise gelingt es Lídia Masllorens außergewöhnliche Werke zu schaffen, die begeistern und emotional mitreißen. Gesichter, die in direkten Dialog mit dem Betrachter treten und in denen dieser möglicherweise etwas von sich selbst entdecken kann.  Mit ihrem eigenen prägnanten Stil und der starken Ausdruckskraft ihrer Bilder erobert die Katalanin die Kunstwelt und hat bereits in Spanien, aber auch in internationalen Kunstmetropolen wie London, Paris, Berlin oder New York ausgestellt. Auch die Verkaufswerte ihrer Arbeiten entwickeln sich weiter nach oben und spiegeln das internationale Renommée der Künstlerin wider.

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