Lluís Cera & Alberto Hernández: Festhalten

FESTHALTEN. 05. Februar bis zum 07. Mai 2021

Die Galerie 100 Kubik präsentiert ab dem 5. Februar in der neuen retrospektiven Ausstellung Festhalten zwei Künstler aus unterschiedlichen künstlerischen Feldern, die jedoch beide auf virtuose Weise den Umgang mit ihrem jeweiligen Material beherrschen und besonders ausdrucksstarke Werke hervorbringen: Skulpturen von Lluís Cera und Keramikmalereien von Alberto Hernández. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Beschränkungen wird die Ausstellung zusätzlich virtuell auf der Website www.100kubik.de erfahrbar sein. Seien Sie gespannt auf ein interessantes Zusammenspiel kraftvoller Kunstwerke!

Der katalanische Bildhauer Lluís Cera (*1967, Barcelona) hat bereits viele Ausstellungen in verschiedenen Ländern realisiert und mehrfach Auszeichnungen für sein umfassendes Werk bekommen. Seine Arbeit zeichnet sich durch einen unglaublich sensiblen und präzisen Umgang mit verschiedenen Materialien aus, zu denen vor allem Marmor, Granit, Eisen, Bronze und Holz gehören. Dabei springt einem direkt die Harmonie der Massivität der Substanz und der Weichheit der Oberflächen ins Auge, wodurch die Skulpturen eine emotionale Komponente erhalten. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der sich durch Ceras Oeuvre zieht, ist die Verbindung seiner Skulpturen mit literarischen oder musikalischen Textfragmenten, welche sein Werk um eine poetische Ebene erweitern.

Alberto Hernández (*1959, Salamanca) hat in renommierten Museen ausgestellt, darunter eine Einzelausstellung im MAK in Köln 2006. Er arbeitet mit Keramik und buchstäblich mit der direkten Einwirkung des Feuers. Er hat, ausgehend von einer japanischen Technik des 16. Jahrhunderts, eine eigene Methode entwickelt, mit der er kontrolliert die Effekte von Rauch benutzt, um spektakuläre Ergebnisse zu erzielen. Diese besondere Arbeitsweise in direktem Kontakt mit den Flammen setzt den Künstler extremen physischen Bedingungen aus und erfordert Schnelligkeit. Die Herausforderung lohnt sich jedoch in Anbetracht der faszinierenden Oberflächen und der einzigartigen Lebendigkeit des Ausdrucks, die dadurch entstehen. Neben Farbeffekten und den herausragenden Schwarz- und Weißtönen, wird Hernández‘ Werk von einer eigenen Symbolsprache beherrscht, die auf vegetativen Elementen, erfundenen Schriftzügen oder Wiederholungen basiert.  

So unterschiedlich die Arbeitsweise der beiden Künstler ist, lassen sich dennoch Parallelen in deren Werk erkennen: eine interessante Spannung von Stärke und Sensibilität, Präsenz der Materialität und subtiler Poetik macht diese Ausstellung zu einer besonderen Erfahrung.

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