Mauro Fariñas. Nachtleben

Mauro Fariñas *1982 Madrid

Er studierte Fotografie an der Universitäten von Cuenca und Helsinki. Während seines Aufenthalts in dieser nordischen Stadt arbeitete er als Assistent der bekannten Künstlerin Aino Kannisto.

Der Künstler arbeitet analog und in einer beinahe malerischen Weise, da seine Fotografien anhand von Skizzen entstehen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Setting, welches genau durchkomponiert und nichts dem Zufall überlassen wird. Weitere wichtige Elemente sind die Beleuchtung, sowie eine reduzierte, stets auf wenige Töne konzentrierte Farbpalette, die zusammen mit der in Szene gesetzten Hauptfigur die drei Pfeiler der theatralischen Komponente seiner Arbeit darstellen. Der erzählerische Aspekt der Werke, die von einem imaginären Diskurs erfüllt sind, wird in den Titeln wieder aufgegriffen, die dem Betrachter Hinweise auf eine mögliche Lesart der Bilder geben.

Der Serie All Tonight’s Woes liegen zwei Schlüsselaspekte zugrunde: das Nachtleben und die Alltäglichkeit. Die Figuren werden stets in häuslichem Setting inszeniert, doch dieser Rückzug ins Private scheint vom Betrachter immer wieder beobachtet zu werden. Fotografien, die aus Distanz aufgenommen wurden, stellen den Menschen in den Mittelpunkt des Interesses, als ob es sich um zufällige Szenen handelt, und dadurch übernimmt der Betrachter die Rolle des Voyeurs. Ungewöhnliche Perspektiven, ein virtuoses Spiel mit Unschärfen und Kontrasten sowie der Einsatz kräftiger Farben schaffen geheimnisvolle Atmosphären, deren Inszenierung Fariñas' Interesse an Kino und Barock verrät.

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